Cornwall & Cornwall 6/x

Die nächsten Tage folgten dem gleichen Schema: viel Wind, Wechsel aus Regen und Sonne, zwei mal täglich ins Meer und dazwischen haben wir hemmungslos gefuttert. Skipper Barry gab eines Abends ein Konzert, Gitarre und Gesang, traurige Lieder von schottischen Seeleuten, die immer noch mal zum letzten Mal anheuern, oder die in einer Leprakolonie enden. Am Donnerstag gab ich noch eine Sondervorstellung rund ums Schiff:

Dann fuhren wir zurück nach Newlyn. Die Frage, ob wir Freitag früh nochmal schwimmen würden, wurde mit dem Hinweis verneint, dass wir nach dem abendlichen Besuch im Pub sowieso entweder auf der Polizeistation oder im Krankenhaus enden würden… Nach dieser Ankündigung verlief der Abend eher enttäuschend. Im ersten Pub holten sie missmutig die Stühle wieder von den Tischen und erlaubten uns ein Bier. Im zweiten war ich mit der Crew alleine. Weil die Bedienung aus Italien kam, nahm sie es mit der Sperrstunde nicht ganz so genau und wir bekamen auch hier noch was. Freitag quetschte sich der Großteil der Gäste in Petes Range Rover. Pete brachte uns zum Bahnhof in Penzance, wo wir uns verabschiedeten und in unsere jeweiligen Waggons verzogen.

Im Zug bekam ich die volle Dosis der anderen Welt – die mir nicht wirklich gefehlt hatte. Vier Hühner auf dem Wochenendtrip nach London setzten sich vor mich, zogen Cyder-Dosen raus und glühten schon mal vor für den Abend. Später stieg ein schräger Vogel ein, setzte sich neben mich und bot mir eine Dose Cyder an. Ich lehnte dankend ab, dafür holte er mir einen Cappuccino aus dem Barwagen. Zur Strafe durfte ich mir die Story vom Pferd anhören. In einem Moment erzählte er, wie gut die Wirtschaft auf dem Kontinent liefe und dass man besser rübergehen solle; dann riet er übergangslos den Iren, dem gloriosen britischen Beispiel zu folgen und den Irxit zu machen, statt ihre fickenden Fischereirechte fickenden Spaniern zur Verfügung zu stellen. Zum Glück kam an der nächsten Station die Person, die den Sitz reserviert hatte und mein verbalkopulierender Weggenosse musste weiter ziehen. Nach öder Warterei in Heathrow und einem halb verschlafenen Flug kam ich todmüde in Stuttgart an. Immerhin hat meine Lieblingstochter inzwischen den Führerschein und so kam ich halbwegs bequemnach Hause.

Hier einige Impressionen der letzten Tage:

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Über Günter

Manager und Triathlet
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