Cornwall & Cornwall 5/x

Was bisher geschah:

Cornwall & Cornwall 1/x
Cornwall & Cornwall 2/x
Cornwall & Cornwall 3/x
Cornwall & Cornwall 4/x

Einige Leute aus der Gruppe versuchten alles, um ihre Badekappen zu weiten. Ich war da weniger zimperlich. Ich hab zwar einen Quadratschädel, aber der ist stabil genug für so n bisschen Silikon.

Auch von Scheuerstellen blieb ich zum Glück verschont. John war übel aufgerieben und auch andere griffen nach dem Schwimmen tief in den Cremetopf. Susie und John empfehlen einen speziellen Gummikragen.

Um 10 sprangen wir über die Reling. Erst mal zur Rettunsbootstation an der Küste, dann diese entlang, zwischen Felsen durch, mit der Brandung in Höhlen hinein und gegen die Brandung wieder heraus. Mit letzter Kraft kämpften wir uns um eine exponierte Landspitze herum, dann brachten uns die Schlauchboote zurück zum Schiff. Bei Tee und Sandwiches diskutierten die Guides mit dem Skipper und dem Eigner über das weitere Programm. Diverse DVDs über Schiffsunglücke stünden zur Auswahl, verriet man uns. John rettete uns mit dem Hinweis, dass ja Sonntag sei, es noch Braten gäbe und wir uns den noch verdienen müssten. Also schwammen wir 55 Minuten durch eine Bucht, über Kelpwälder am Strand entlang und quer durch zurück. Die Weiterfahrt nach Falmouth war wieder stürmisch. Endlich machten wir an einer Boje fest. Zu Feier des Tages gab es den bereits erwähnten Braten, eine Geburtstagstorte für Susie sowie meterweise Seemannsgarn. Stefan erzählte uns die Geschichte des Schiffes, den Zusammenhang mit der Cutty Sark und die Herkunft des Namens (aus einem Gedicht von Sir Walter Scott). Barry ließ sich nicht lumpen und steuerte die Geschichte bei, wie sie ein Schwein auf dem Schiff hatten und eine Kajüte zum Stall umbauten.

Hier die Doku der beiden Schwimmstrecken:

Und hier ein paar Fotos:

Am nächsten Morgen fuhren wir in aller Frühe den Fal hoch, wo wir einen Morgenschwumm von 2 km absolvierten. Das Wasser im Fluss war immer noch salzig und dazu auch noch trübe. Ein bisschen Regen, viel Sonne und noch mehr gute Laune waren angesagt. Beim zweiten Frühstück kam die schlechte Nachricht: mit Scilly würde es definitiv nichts werden, die Windwarnungen waren zu riskant. Pete tröstet uns, wir würden an der Ostseite der Halbinsel genügend schöne Schwimmstrecken finden (er hat Recht behalten). Von nun an hieß es: Fly by the Hoof, frei übersetzt: Navigation auf Sicht.

Nachmittags ein Ausflug an Land, einmal um das Trelissick House herum. Beim Anlanden mussten wir 20 Meter durch Schlamm waten; ich dachte an Wattwürmer. Pete wollte Susie galant an Land tragen, natürlich fielen beide in den Schlamm…

Am Abend dann das große Abenteuer, das unter dem Motto stand: What could possibly go wrong? – Was kann schon schiefgehen? Wir schwammen den Fal hoch, an der Fähre vorbei zu den Kühlfrachtern, die dort den Sommer über geparkt waren, bevor sie im Herbst Obst aus Südamerika holen sollten. Zwei lagen dicht nebeneinander vor Anker, durch Fender auf Abstand gehalten. Die Guides beschlossen, erst mal Simon vorzuschicken; wenn der aus eigener Kraft wieder rauskäme, sollten wir dort ein Gruppenfoto machen. Andernfalls nicht. Simon gab Entwarnung und wir fotografierten unter großem Hallo zwischen den Bugnasen der mächtigen Schiffe. Dann entdeckte jemand – wer, ließ sich nicht mehr feststellen – , dass man auf Wasserhöhe zwischen den Frachtern durchgucken konnte, hinten war Licht. Die ganze Meute bretterte in den schmalen Spalt. Über uns ragten stählerne Wände in den Himmel. Der Spalt wurde immer enger, es fühlte sich an wie schulterbreit, das Wasser war von den Vorderleuten aufgewühlt. Unsere aufgeregten Schreie hallten in diesem Canyon hin und her, bis wir zwischen den gigantischen Steuerrudern herauskamen und hofften, dass nicht gerade der wöchentliche Probelauf der Schiffsschrauben anstünde. Pete kam mit dem Schlauchboot außenrum, zwischendurch hat er nicht gepasst.

Hier die Schwimmstrecken und Fotos:

Fortsetzung folgt…

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Über Günter

Manager und Triathlet
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