Cornwall & Cornwall 4/x

Nach dem Essen fuhren wir zum Nachmittagsschwumm. Ich nutzte die Gelegenheit, als John mal wegmusste, und grabschte mir das Steuerrad.
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John hat in seiner Jugend viel Zeit in dieser Gegend verbracht und hat hier auch viel gesegelt. Jetzt fahren wir zwar unter Motor, aber er ist am Steuer überglücklich. Später in seinem Leben war John im Auftrag ihrer Majestät und von Lady Thatcher auf den Falklandinseln und weiß darüber mindestens so viel, wie Forrests Freund Bubba über Shrimps weiß; und er gibt sein Wissen hemmungslos weiter. Aber das führt jetzt zu weit.

Die Verantwortlichen suchten eine Bucht zum Ankern für den Nachmittag. Erst im dritten Anlauf hielt der Anker und wir stiegen wieder in die Schlauchboote, die uns zum Ausgangspunkt brachten. Diesmal schwammen wir an der Küste entlang, über Felsblöcke mit Kelp, der in der Dünung hin- und herschwang. Die Boje ließ ich den Rest des Urlaubs weg. Ich hatte eine Möglichkeit gefunden, die Kamera so an einen Gürtel anzuflanschen, dass sie nicht störte und ich einigermaßen gut drankam. Auf die Neosocken, die ich am Morgen noch anhatte, verzichtete ich in der Folge ebenfalls. Erstens waren sie thermisch unnötig und zweitens floss so die Pisse besser aus dem Neo. Wer noch nie in den Neo gepinkelt hat, der werfe den ersten Blasenstein!

Vor einer Piratenhöhle gab es wieder tief fliegende Trinkflaschen. Weiter ging’s zu einem Strand, von wo aus die Boote uns zum Schiff brachten. Mit Tee und Keksen stärkten wir uns für die äußerst stürmische Weiterfahrt. Während in der Kombüse Schaumkronen im Kochtopf schwappten, ging draußen die die Sonne in spektakulären Farben unter.

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Um 21:15 fiel der Anker und wir futterten einen köstlichen Hühnereintopf. Alt wurde niemand.

Crispin war so nett, alle Schwimmstrecken aufzuzeichnen und zu teilen; hier die von diesem Tag:

Obwohl fix und foxi, wachte ich um 5 mal auf und tastete mich im Halbschlaf zur Bugtoilette vor. Auf dem Rückweg wunderte ich mich, dass ich die Kajütentür offen gelassen hatte, aber so genau erinnerte ich mich nicht mehr. Ich tastete mich zur Koje und deponierte meine Brille in der Ablage; stellte verwundert fest, dass da was drin lag, was ich da nicht hingetan hatte; stellte nahezu gleichzeitig fest, dass in der Koje jemand lag, den ich nicht kannte. Gaaaanz vorsichtig nahm ich die Brille wieder an mich und suchte die richtige Kajüte auf. Um 7:30 wachte ich wieder auf, machte mich hübsch und ging nach oben. Dort schlichen schon ein paar müde Gestalten herum und John quasselte Jos ein Ohr ab. Beim Frühstück lernten wir von Pete noch interessante Details über die Organisation der Lebensretter. Die staatliche Unterstützung wird stetig zurückgefahren, darum stehen am Strand nicht nur die mehr oder weniger muskulösen, aber allzeit braungebrannten Mädels und Jungs, sondern auch Mitglieder der Jugendorganisation, die die Strandbesucher auf dem Weg zum Parkplatz abfangen, umarmen und nach Feedback und Spenden fragen. Der Fachbegriff für diese Leute ist Chuggers – Charity Huggers.

Fortsetzung folgt.

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Über Günter

Manager und Triathlet
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Eine Antwort zu Cornwall & Cornwall 4/x

  1. Pingback: Cornwall & Cornwall 5/x | Modou Fall

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