Mach einen Plan

Diese Buchhaltergewohnheiten! Das Budget für’s laufende Jahr entsteht immer erst, wenn das Jahr schon halb rum ist und man eh nix mehr ändern kann. Ist klar: wenn ich das Budget für 2017 schon im Herbst 2016 erstelle, bevor der Jahresabschluss 2016 überhaupt begonnen ist, führt das nur zu unnötigen Debatten mit dem Aufsichtsrat. Der will ja nicht nur das Budget ’17 sehen, sondern auch die Vorschau für ’16. Wennn ich aber noch gar nicht weiß, in welche Richtung ich das Ergebnis ’16 hinlügen muss, um allen Erwartungen der stakeholder mit widerstreitenden Interessen gerecht zu werden, dann brauch ich mit ’17 gar nicht erst anzufangen. Und manchmal braucht man dazu nicht mal mehrere stakeholder: es genügt schon ein einziger, der nicht weiß, was er will und dessen Meinung schon mal rotiert wie eine Wetterfahne im Wirbelsturm, um den ehrbaren Kaufmann zum Kotzen zu bringen. Aber ich schweife ab. Weil meine intellektuellen Fähigkeiten noch nach dem Königsweg aus vorgenanntem Polylemma suchten, und obwohl mein Kleinhirn Anfang des Jahres noch halbwegs Ruhe gab, dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis meine Wettkampfplanung für 2017 in trockenen Tüchern war. Da hatte ich das erste Rennen des Jahres, das Dirty Race in Murr, bereits wegen Krankheit sausen lassen. Inzwischen habe ich ein paar Pflöcke eingeschlagen: ich habe mich beim Triathlon Ingolstadt Ende Mai für die Kurzdistanz gemeldet. Im Juni steht das 24h-Schwimmen in Münster an. Weiters ein 4k-Schwimmen in Oberschleißheim und als Saisonhöhepunkt der Socialman in Österreich, bei dem ich wieder in der Staffel die 5 km durch den Grundlsee schwimmen will. Inzwischen habe ich sogar wieder mit dem Training begonnen. Die letzten sieben Tage war ich drei mal im Hallenbad und habe sogar ein paar Meter gemacht, Technik geübt und lustiges neues Spielzeug kennen gelernt. Und sogar der erste Blogpost 2017 ist fast fertig! Eigentlich könnte ich mit der Planung 2018 anfangen 😉

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Über Günter

Manager und Triathlet
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2 Antworten zu Mach einen Plan

  1. Lutz Prauser schreibt:

    Warum muss ich jetzt gerade an Brechts Ballade von der Unzulänglichkeit des menschlichen Strebens denken?

    Zu singen wäre demnach:

    Ja, mach nur einen Plan!
    Sei nur ein großes Licht!
    Und mach dann noch’nen zweiten Plan
    Gehn tun sie beide nicht.

  2. modoufall schreibt:

    Brecht geht immer! Ich geh mal Fressen, bevor ich meinen Moralischen kriege.

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