Die Nacht danach – Bericht vom Socialman, Teil 4

Seit Douglas Adams wissen wir, dass eine gscheide Trilogie vier oder mehr Teile hat. Im letzten Abschnitt meiner Socialman-Saga war ich gerade mal ins Ziel gekommen, aber da war lange noch nicht Schluss. Sarah und Matthias fuhren am Samstag noch zurück nach Wien. Mark disponierte kurzfristig um und blieb über Nacht im Wallackhaus, womit er mir einen riesigen Gefallen erwies. Tags zuvor hatte ich noch großzügig angeboten, ihn zu seinem in Bischofshofen deponierten Auto zu fahren – jetzt war diese Vorstellung ein Alptraum. Ich schaffte es gerade noch, meinen Kram aufs Zimmer zu schleppen, dann fiel ich aufs Bett und in Morpheus Arme.

Eine Stunde später fühlte ich mich gewappnet für eine Massage. In einem Nebenraum kaschierten zwei kernige Burschen ihre sadistischen Triebe mit flapsigen Sprüchen. Masochistische TriathletInnen bildeten den perfekten Gegenpol dazu – eine win-win Situation! Nach kurzer Wartezeit war ich an der Reihe. Die Dame auf der Liege nebenan identifizierte ich sofort an ihrer Sprache als Nadine Wolff. Wir hatten uns am Schwimmstart vorgestellt, aber jetzt sahen wir völlig anders aus. Zum Glück verliert eine Fränkin auch im Regen ihre Aussprache nicht! Leichtsinnigerweise erzählte ich meinem Physio, dass ich seit einigen Tagen Schmerzen an der rechten Hüftseite hatte, die beim Laufen schlimmer geworden waren. Der nahm das zum Vorwand, die schmerzende Stelle unter Einsatz seines zum Glück nicht übermäßigen Körpergewichts intensiv zu bearbeiten. „Das muss erst schlimmer werden, bevor es besser wird“ (oder so ähnlich) war die Kernaussage. Nachdem er das Schmerzpotential an dieser Stelle gründlich ausgelotet hatte, beschloss er, meine Gelenkigkeit auszutesten und legte mir meinen Unterschenkel um den Hals. Na ja, das ist jetzt maßlos übertrieben, kam mir aber in dem Moment so vor… Trotzdem war ich dem Burschen dankbar: zwar hatte er mich wacker geschunden, aber das Treppensteigen ging danach deutlich besser, rauf wie runter.

Zunächst ging ich aber rüber, auf die Terasse zum Essen. Mark war schon da und wir unterhielten uns beim Nachtessen mit Patrick Bitzinger, dem blinden Radfahrer, der mit seinem Tandemkäptn alles pulverisiert hatte, was da rollte.

Die Nacht war noch ziemlich unruhig. In halbstündigem Abstand wog ich ab, ob es jetzt weher täte, mich umzudrehen, oder so liegen zu bleiben. Trotzdem war ich am Morgen einigermaßen in Form. Nach dem Frühstück gab es eine lustige Abschlussveranstaltung, bei der sich Organisatoren, Helfer und Teilnehmer begeistert selbst und gegenseitig feierten. Nach einem aufwändigen Abschlussfoto unter Einsatz von allerlei Fluggerät fuhren wir schließlich heim.

socgruppe

Foto: Socialman

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Über Günter

Manager und Triathlet
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