Kilometer aller Art

Der Urlaub ist vorbei, der Frankfurt Marathon rückt näher. Im Urlaub war ich nicht ganz untätig, in der Früh bin ich fast jeden Tag zwischen fünf und zwölf Kilometer gelaufen, in unterschiedlichstem Tempo. Danach bin ich mit dem Rad zum Bäcker und hatte immer noch eine Stunde Zeit für die Süddeutsche, bevor meine Leute überhaupt ansprechbar waren. *Schreck* Ich habe versäumt, dem Bäcker meine Abreise kund zu tun! Jetzt hat der vermutlich noch tagelang eine SZ extra bestellt, die keiner gelesen hat…

Unsere Rückreise war vorletzten Samstag. Nach intensivem Hin- und Her-Überlegen beschloss ich, am Sonntag zum fünften und letzten langen Lauf zu starten, damit ich den hinter mir hätte. Es war zwar noch genug Zeit, um den später zu planen, aber ich habe noch einen HM im September und einen 25er Anfang Oktober gemeldet, das sollte dann reichen. Nach meiner unmaßgeblichen Einschätzung habe ich ausreichend Grundlagenkilometer geschrubbt und plane für die restlichen Wochen mehr Tempoarbeit. Die Umfänge möchte ich nicht groß ändern, aber der 10er am Morgen soll schneller werden und der 16er am Abend wird geteilt in 6 x 1000 Intervalle und die restlichen 8,5 in zügigem Tempo weiter laufen. Ich hab das heute auch meinem Aufsichtsratsvorsitzenden erklärt. Mit den Stimmen auf der Hauptversammlung ist das wie beim Geldausgeben oder bei den Trainingskilometern: So wenig wie möglich, so viel wie nötig, das ist die goldene Regel. Das hat jetzt nix mit Geiz-ist-geil zu tun, so viel wie nötig kann immer noch verdammt viel sein!

Zurück zum langen Lauf am 1. September. Meine Devise lautet, dass der erste lange Lauf des Jahres der härteste ist und alle folgenden auch. Das habe ich mir wieder mal glänzend bewiesen. Ich war einen Tick flotter unterwegs als bei den früheren LLs in diesem Jahr, dafür war ich am Ende auch einige Ticks töter. Zum ersten Mal bin ich auf den letzten hundert Metern, am Krankenhaus vorbei, gewandert, anstatt im Endspurt zur Musik aus dem Kopfhörer zu grölen. Die nächsten Tage habe ich nicht viel zerrissen, erst am Sonntag war ich wieder längere Zeit am Stück unterwegs. Dank Dirk, der das Firmenradeln organisiert hat. Zu siebt sind wir von Ludwigsburg nach Pforzheim und zurück gestrampelt, erst im Nieselregen, dann bei schönstem Sonnenschein. Nochmal danke für die Orga, Dirk!

Montag begann der Aufschwung. Zu Mittag lief ich eine Runde um den Block, so schnell wie seit langem nicht mehr. Dienstag war schon wieder Ruhetag, Christians 50ter war zu feiern und ich durfte Torte für 100 Leute mit dem Auto ins Büro bringen. Womit wir chronologisch bei heute sind. Heute ist (noch) Mittwoch und ich begann mit dem oben erwähnten Programm zur Steigerung der Schnelligkeit. Der 10er am Morgen ließ sich zügig an. Auch die Intervalle am Abend haben einigermaßen funktioniert. Funtioniert hat allerdings, nach einer technischen Störung und einem Tag himmlischer Ruhe, auch wieder die Telefonanlage von Menold Bezler: ab 17:12 Uhr wurde zurückgerufen! Auf den ersten 5 Kilometern hatte ich vier Anrufe, davon zwei aus der erwähnten Kanzlei. Immerhin hat mir das zu erfrischend langen Pausen verholfen. Nach dem Gespräch mit dem besonders langatmigen Freund lief ich den schnellsten Kilometer des Tages: einen Wimpernschlag unter 4 Minuten! Die nächste Pause und den nächsten 1000er lief ich ungestört, dann rief Christian an. Der ist wenigstens kurz und knackig, jedenfalls am Teflon. Beinahe planmäßig startete ich den nächsten Belastungsteil, den ich aber nach 208 Metern unterbrechen musste, weil wieder der Song vom „Motherfucking Bike“ aus der Gürteltasche dröhnte. Während des Gesprächs wanderte ich diese Meter zurück und startete den Kilometer dann neu. Noch eine Pause, noch ein Intervall, dann war ich in Neckarrems. Ab hier wollte ich gemächlich weiter laufen und gelegentlich noch eine Spitze einbauen. Dunkel heraufziehende Wolken änderten den Plan und ich trabte vorsichtshalber in flottem Tempo nach Hause. Zum Glück hat mich Bernd an den Nutzen der blackroll erinnert, auf die habe ich mich dann ausgiebig begeben.

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Manager und Triathlet
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