Training ist für Weicheier

Der wahre Triathlet von Welt bestreitet seine Wettkämpfe ohne jede Vorbereitung. Mit dieser Einstellung gehe ich übermorgen in die „Sommer“-Saison. „Sommer“ in Anführungszeichen, Englisch Hochkommata. Übermorgen ist mz3athlon in Steinheim, Kultveranstaltung hier im Landkreis und, vor etlichen Jahren, der erste Triathlon meines Lebens. Allein aus diesem Grund schon werde ich übermorgen nach Steinheim fahren und den Wurzeln meiner Triathlon-Laufbahn Tribut zollen (Laufbahn, wohlgemerkt, nicht Karriere). In Steinheim habe ich nicht nur meinen ersten Triathlon bestritten, ich habe dort auch, zwei Tage vor meinem 50sten, meinen ersten Podiumsplatz seit über 30 Jahren erkämpft. Der Wetterbericht sagt für Sonntag maximal 11°C voraus, das ist ein Grad weniger, als die Sportordnung für einen Triathlon fordert. Mal sehen, wie das ausgeht. Immerhin bin ich seit 35 Jahren volljährig und kann entscheiden, ob ich in’s Wasser gehe und was ich danach mache. Was auch immer ich am Sonntag entscheide, geschieht auf eigene Gefahr. Nicht nur sind die Temperaturen voraussichtlich grenzwertig, auch meine Vorbereitung ist so sparsam wie lange nicht mehr. Ich bin zwar seit November fleißig gelaufen, damit hat es sich aber auch schon. Das Mountainbike hat einigen Schlamm abbekommen, aber Kilometer auf der Straße mit hoher Trittfrequenz haben bisher nicht stattgefunden. Und vom Schwimmen sollten wir gar nicht erst reden. Eigentlich wollte ich Ende April zum Anschwimmen im Freibad gehen. Das miserable Wetter hätte ich vielleicht noch weggesteckt, aber die Gesundheit hat mich zwangspausiert. Um es in aller Offenheit zu sagen: seit einer guten Woche plagen mich grausige Hämorrhoiden. Meine Scheißhaufen sehen aus wie Spritzgebäck. Erst bin ich in die Apotheke und habe mir was dafür, bzw. dagegen geholt. Am nächsten Tag bin ich zum Arzt, der hat gesagt, das Zeug aus der Apotheke sei für’n Arsch. Lustig fand ich das nicht. Am Sonntag war ich trotzdem mal im Schwimmbad, immer mit der Angst im Nacken, dass der Bademeister mir einen Tampon verordnet – zum Glück habe ich dicht gehalten. Jetzt wird mein Hintern in dem Maße besser, wie der Wetterbericht für Sonntag schlechter wird. Ich bin gespannt, wo sich das einpendelt. Morgen werde ich noch meinen gesamten Fundus an Sportklamotten durchchecken, um für den Sonntag gerüstet zu sein.

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Über Günter

Manager und Triathlet
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