Licht ohne einfach so

Das Wetter zermürbt einen. Erst hat es ein paar Zentimeter geschneit und ich habe hoffnungsfroh die Spikes montiert. Kollege Dirk hat die seinigen zwar geschunden, ich war aber der Meinung, dass da noch zu viel Asphalt rumliegt und bin mit den Grobstollern durch die Schneefurchen geeiert. Immerhin lag beim ersten Saunagang des jungen Winters genug Schnee, um den Tiroler Adler zu hinterlassen:

Adler

Beim abendlichen Radausflug war die Klamottenstrategie immer eine Herausforderung. In der Firma belege ich derzeit mit meinen 27 Zwiebelschalen die Hälfte des Kleiderständers. Und die Sammlung wächst: Freitag habe ich mir ein weiteres Paar Winter-Radhandschuhe gekauft. Zu hause fand ich voller Freude das Päckchen mit den Hi-Call Handschuhen, die mit Bluetooth zum Telefonieren. Und Samstag kam das andere Päckle mit den Winterradstiefeln – natürlich zu klein, obwohl ich großzügig eine Nummer mehr bestellt hatte, als ich normalerweise trage. Die Stiefel gehen also erst mal zurück. Bei den derzeitigen Temperaturen brauche ich die ohnehin nicht. Heute hatte es 9 Grad, fast schon das Wetter für kurze Hosen beim Laufen. Ich nahm aber lang, was gar nicht so schlecht war, weil ich unterwegs in Nieselregen mit Wind geraten bin, eine fiese Kombination. Zum Glück hatte ich die Varianten der Strecke am Anfang eingeschoben, sonst wäre ich glatt in Versuchung gekommen, hinten raus zu sparen. So sind es 13 Kilometer geworden und mit dem pace war ich ganz zufrieden. Im Favoritepark war auch wieder reichlich Wild unterwegs:

Hirsch Mufflon

Aber eigentlich wollte ich was ganz anderes erzählen: Beim heimradeln neulich legte ich nach 15 Minuten eine Pause ein, um eine meiner Zwiebelschalen abzulegen. Während ich die noch in den Rucksack stopfte, kam ein älteres Ehepaar heranspaziert und der Mann sprach mich an. Er habe sich gewundert, dass mein Licht noch leuchte, obgleich ich schon lange nicht mehr treppelte – ob da eine Batterie drin sei? Ich erhellte ihn über die Fortschritte der Fahrradlampe in den letzten  50 Jahren und treppelte meines Wegs, erhellt und erleuchtet.

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Über modoufall

Manager und Triathlet
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