Ein Sonntag im Schnee

Heute war meine Frau an der Reihe mit am-Morgen-den-Ohren-nicht-trauen. Während sie noch im Bett lag, verkündete ich ihr, dass der Schnee noch liege und das Thermometer 2°C anzeige. Bis hierher war das noch nichts Aufregendes, nach 24 Stunden hatten wir uns an den Wintereinbruch Ende Oktober zumindest psychisch akklimatisiert. Aus der Fassung brachte ich die Awa mit der freudestrahlend vorgebrachten Ankündigung, dass ich jetzt unbedingt laufen müsse. Mit einem schicksalsergebenen Seufzer kroch sie wieder unter die Decke.

Ich machte mich derweil lauffein, was gar nicht so einfach war. Durch den rapiden Temperatursturz fehlte mir die Möglichkeit, mich klamottentechnisch schrittweise anzupassen. Mit viel Glück habe ich die passende Kombination gefunden: zur Lauftight trug ich ein Funktions-T-Shirt und darüber ein dickes Funktions-Langarmshirt, dazu ein Stirnband und dünne Runners-Point Handschuhe. Das Langarmshirt hätte auch dünner sein dürfen, dafür waren die Handschuhe zunächst an der Unterkante. Die Fingerspitzen, insbesondere die der Daumen, waren erst nach 20 Minuten auf Betriebstemperatur. Im Großen und Ganzen passte diese Ausrüstung genau für 2 Grad bei Sonne mit ohne Wind. Die Feinheiten der Kleiderwahl bekam ich im letzten Teil des Laufes wieder einmal veranschaulicht. Auch bei diesem kurzen, lockeren Sonntagsausflug war ich gegen Ende leicht verschwitzt. Wenn ich in diesem Zustand eine längere Fotopause einlegte, merkte ich deutlich die Auskühlung beim leichtesten Lufthauch. Meinen Respekt allen Läuferinnen und Läufern, die heute in Frankfurt den Marathon gelaufen sind!

Damit es überhaupt zu Fotopausen kam, musste ich am Morgen auch technisch aufrüsten. Bei diesem Wetter wollte ich mich bei der Dokumentation nicht auf das Telefon verlassen, sondern nahm die Lumix mit. Das Telefon durfte trotzdem nicht fehlen, schließlich wollte ich der Welt in Echtzeit beweisen, welch harter Kerl ich war. Dafür setzte ich sogar meine private Datenschutzrichtlinie außer Kraft und aktivierte vorübergehend die Ortungsfunktion auf dem Smartphone. Die neue Version von runtastic hat jetzt auch eine Auto-Pausen Funktion, so dass ich fotografieren konnte, ohne den Schnitt zu versemmeln. Und fotografieren musste ich! Die Stimmung heute vormittag war unglaublich schön: die Bäume standen noch im vollen, feurigen Herbstlaub, die Morgensonne brachte alles zum Strahlen und dazu lag auf dem Boden eine dünne Schneedecke. Außer mir waren noch etliche Läufer, Walker mit und ohne Stöckchen und hartgesottene Eltern mit Kleinkindern auf dem Weg, dazu die obligaten Hundehalter.

Die Kompaktkamera war meist an der Grenze ihrer Belichtungsautomatik. Mit mehr Muße hätte man das sicher korrigieren können, aber genau die fehlt mir beim Laufen. Hier die Ausbeute:

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