Gabelei

Unglaublich, wie vertrackt die Hersteller ihre Fahrräder basteln!

Aber schön der Reihe nach. Gestern haben wir bis spät in die Nacht das Opferfest gefeiert. Für den Magen ist das Opferfest so etwas wie eine Mitteldistanz mit selektiver Radstrecke. Ein gastroenterologisches Wiesbaden, sozusagen. Nach einer kurzen Nacht voll seltsamer Träume wachte ich leidlich unerholt auf. Nach einem ersten Blick aus dem Fenster kamen mir ernsthafte Zweifel an meiner Urteilsfähigkeit. Vorsichtig tastete ich mich die Treppe runter, öffnete die Jalousien und überprüfte meinen ersten Eindruck. Tatsächlich: ein Schneegestöber Ende Oktober! Und der Schnee stöberte nicht nur, er blieb sogar liegen! Während des Frühstücks sank die Temperatur laut Außenthermometer von 2° auf 1° Celsius und bewegte sich von da nicht mehr wesentlich weg. Hier ein Eindruck aus unserem Garten, man beachte insbesondere die Sonnenliegen im Vordergrund:

Einen Cappuccino später startete ich Teil 2 des Projektes „Neue Gabel für das Liegerad“. Der erste Rückschlag kam beim Versuch, das Teil in den Montageständer zu klemmen. Der ließ sich sich nicht so weit öffnen, wie das Zentralrohr des Rades dick ist 😦

Also bastelte ich am Boden weiter. Die bestehende Gabelbrücke ist an einem kurzen Gabelschaft angeflanscht, der im Zentralrohr gelagert ist. Ich versuchte zunächst, die Gabelbrücke vom Gabelschaft zu lösen. Trotz brachialer Gewalt war hier nix zu wollen. Dann also vom anderen Ende anfangen! Nach einiger Tüftelei hatte ich die Muttern am oberen Ende gelöst und als Belohnung einen Kranz Kugellager in der Hand. Danach ließ sich der Gabelschaft aus dem Rahmen ziehen. Bezüglich der Gabelbrücke war ich aber so schlau wie zuvor. Irgend ein Teil steckte noch zwischen Brücke und Schaft, ich verstand aber nicht, was. Ab hier hatte ich die Wahl, entweder gleich zu kapitulieren und alles wieder zusammenzubauen, wie es vorher war, oder noch mehr Gewalt anzuwenden und erst dann zu kapitulieren, wenn das Rad unwiderruflich zerstört wäre; in welchem Fall ich einen Vorwand hätte, ein neues Rad zu kaufen. Der Entscheidungsprozess war kurz und knackig und lohnte sich erst mal. Nach weiteren zehn Minuten hatte ich den Gabelschaft aus der Gabelbrücke befreit. Das irgendeine Teil, das ich vorher nicht einordnen konnte, war übrigens eine Distanzbuchse. Jetzt hätte ich den nächsten Schritt angehen können, die neue Gabel auf den Schaft zu montieren. Denxte! Es fehlt ca. 0,1mm, um das Teil sicher zu klemmen! Die Distanzbuchse ist gut 1mm stark, die passt auf keinen Fall.

Jetzt stehe ich vor zwei technischen Herausforderungen: erstens muss ich die Klemmung der Gabelbrücke auf den Schaft hinkriegen. Und zweitens muss ich an der neuen Gabel eine Anlenkung für das Lenkgestänge anflanschen.

Bis dahin steht das Rad provisorisch aufgebockt in der Garage:

Und die alte Gabel steht daneben:

Montag werde ich die Kollegen in der Mechanik um Rat und Hilfe bitten, die wissen sicher eine Lösung.

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Über Günter

Manager und Triathlet
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