Challenge Roth – Rückblick und Bewertung

Drei Wochen sind jetzt rum seit der Challenge Roth – Zeit, Bilanz zu ziehen und noch dies oder jenes nachzutragen.

Nachtragen möchte ich meinen Dank an die vielen Personen, die mir bei diesem Abenteuer geholfen haben. Da wären zunächst meine Schwimmtrainer, in zufälliger Reihenfolge: Angela, die mich ständig antreibt; Dieter, der mir geraten hat, mit den Armen über Wasser weniger Hektik zu machen; Bernd, der mit geraten hat, mit den Armen unter Wasser weniger Pause zu machen. (Ob ich davon etwas wirklich umgesetzt habe? Schwer zu sagen). Reiner und Lars, die fleißig mit mir unterwegs waren, mit und ohne Rad. Christoph, der mich durchgeknetet und bandagiert hat. Und natürlich meiner Frau, die in den neun Monaten „vor Roth“ Haushalt und Familie alleine schmeißen musste und mich am entscheidenden Wochenende begleitet hat.

Wie geht es nun im Kopf? Das Schnellresümée habe ich ja schon gegeben. Wenn ich mit einigem Abstand den Wettkampf und die Vorbereitung betrachte, ergibt sich ein differenzierteres Bild. Ich habe dieses Jahr mehr Wochenstunden trainiert als bei meiner ersten LD 2010. Zwar gab es Wochen, in denen ich arbeitsbedingt weniger tun konnte als geplant, aber insgesamt habe ich einen Umfang trainiert, den ich neben der Arbeit kaum toppen kann. Für die Statistiker: im Schnitt gut 8 Stunden pro Woche. Im Frühjahr bin ich vor allem deutlich mehr gelaufen als vorletztes Jahr, dafür hat im Sommer eine Verletzung das Lauftraining stark eingeschränkt. Ich muss mich wohl darauf einstellen, dass ich meine Laufumfänge nicht mehr signifikant steigern kann, ohne Verletzungen zu riskieren. Auf dem Rad hatte ich relativ wenige Kilometer. Das kurze und relativ gemütliche Ferienlager und der unfreundliche Frühsommer haben mich vom gnadenlosen Kilometerschrubben abgehalten. Besonders gefehlt haben die langen Einheiten, das hat sicher zu der schlechten Laufleistung beigetragen. 2010 hatten wir in der Firma Kurzarbeit, Freitag war meist kein Mensch im Hause. Ich selber hatte keine Kurzarbeit, habe mir aber etliche halbe und einige ganze Tage Urlaub genommen und bin Rad gefahren – das hat dieses Jahr gefehlt (ist aber auch besser so). Unter dem Strich habe ich zwar eine anständige Leistung hingelegt, aber den Test, ob ich unter 3:45 laufen kann, habe ich glasklar versemmelt. Damit ist auch der Hawaii-Slot in unerreichbarer Ferne geblieben. Soll ich jetzt noch mal eine Langdistanz machen, oder war’s das? Ab km 21 in Roth habe ich mir geschworen: Nie wieder! Dieser Vorsatz hat auch tagelang eisern gehalten. Inzwischen würde ich nicht ausschließen, dass ich mir so etwas noch mal antue, aber nicht so bald. Mein aktueller Plan sieht vor, 2013 erst mal weniger Triathlon zu machen und mich auf den Berlin Marathon zu konzentrieren. Danach gibt es einige Mitteldistanzen, wo ich noch eine Rechnung offen habe, das dürfte für 2014 reichen. Und dann schaungmeramal, dann sengmerschon.

Und wie sieht nun meine Beurteilung des Wettkampfes aus? Dem allgemeinen Hype um die Challenge Roth habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen. Das Ereignis steht zu Recht für die Faszination LD schlechthin. Die Strecken, die Organisation, die frenetischen Zuschauer, die fanatischen Helfer… ich kann jedes Vorurteil nur voll bestätigen 🙂

Ich kann aber auch die Leute verstehen, die meinen, bei den Teilnehmerzahlen bewege man sich am oberen Limit (oder knapp darüber) dessen, was noch gut verkraftbar ist. Am meisten ist mir das im After-Race Bereich aufgefallen. Massage und Erste Hilfe gab es en masse, aber Plätzchen zun Hinsetzen waren knapp und die Umkleide-/Duschsituation war arg gedrängt. Dass die Mädels da keinen getrennten Bereich hatten, hat mich ziemlich gewundert – Family hin oder her, aber zu hause dusche ich auch nicht mit meiner Schwester…

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Über Günter

Manager und Triathlet
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