Challenge Roth – der Bericht (1)

Regen. Kein Regen. Regen. Wenig Regen.

Ich schaue nicht mehr auf die Wettervorhersage. Die Regenwahrscheinlichkeit für Sonntag wechselt stündlich und von Anbieter zu Anbieter. Also lasse ich mich nicht verrückt machen und nehme es, wie es kommt. Für den Radpart habe ich eine breite Auswahl an Kleidungsstücken dabei, die ich beliebig kombinieren kann, falls wir bei 12 Grad im Regen starten müssen.

Dass es Samstag früh regnet, stört mich nicht. Am Freitag bin ich mit Gattin, Rad und vollen Beuteln angereist.

Das erste Ziel war das Challenge-Areal in Roth. Mit viel Glück fanden wir einen Parkplatz unmittelbar beim Triathlonpark. Die verschiedenen locations und Strecken waren mir bestens vertraut, ich hatte über Wochen täglich die Pläne studiert, auf Google earth verinnerlicht und mir den geplanten Ablauf des ganzen Wochenendes eingeprägt. Jetzt war ich endlich leibhaftig vor Ort. Die Registrierung lief unkompliziert und schnell, noch waren kaum Leute da. Ein Rundgang über die Messe brachte die ernüchternde Erkenntnis, dass ich wirklich nichts mehr kaufen musste, ich war bereits bestens ausgerüstet. Obwohl ich bei dem Schnäppchenangebot einer Sub9 plus Vorderrad schon lange Zähne bekam… Daneben gab es noch Kuriositäten wie Hollandräder und Vorderräder zum Rückwärtsfahren:

Von der Tria-Messe fuhren wir erst mal ins Hotel in Postbauer-Heng, das irgendwie mit einer Ofenbaufirma zu tun hatte (der anscheinend der halbe Ort gehört) und dessen Auslegeware drolligerweise dem Challenge-Teppich verblüffend ähnelte.

Ich sortierte den Inhalt des Teilnehmerbeutels, trennte die wesentlichen Wettkampfutensilien vom Werbemüll und begann damit, meine Beutel vorzubereiten. Wie ich inzwischen weiß, bin ich nicht der Einzige, der seine Beutel drei mal pro Stunde ein- und auspackt und auch mal mitten in der Nacht aus dem Schlaf schreckt, um zu kontrollieren, ob alles am richtigen Platz ist. Dann fuhren wir wieder nach Roth rein zur Nudelparty. Nochmals fanden wir einen genialen Parkplatz. Die Koordination mit meinen zwei ebenfalls teilnehmenden Freunden klappte unterschiedlich gut. Physio Christoph hatte Probleme im Verkehr und war noch nicht so weit, dafür erwischten wir Elliott „Bialetti“ Buckworm am Eingang zum Festzelt. Elliott war gerade auf der Flucht, denn drinnen war es heiß wie im Gewächshaus, wenn die Gorillas Freigang haben. Ich verdrückte eine Riesenportion Nudeln im Eilzugtempo, weil die Luft wirklich unerträglich war. In Kombination mit den zwei Erdinger bleifrei sorgte das für Furore im Verdauungstrakt. Ein Spaziergang durch die Rother Innenstadt brachte wieder Ruhe ins Gedärm.

Samstag früh war Schwimmtraining im Kanal angesagt. Ich ließ die Gattin ruhen und fuhr zeitig im Nieselregen nach Hip. Zu früher Stunde kam ich noch auf der Wiese unter und krempelte mir den Neo über. Viel war nicht los im Wasser (siehe auch Foto ganz oben). Zusammen mit ein-zwei Dutzend Kollegen erkundete ich den Kanal, der überraschend warm war. Ich schwamm in paar Meter in Startrichtung, dann kehrte ich um und erkundete den Ausstieg. Zwei mal schwamm ich von der Brücke bis zum Landgang, dann war ich sicher, wie ich am besten hier wieder raus kam. Das Gruppenfoto der Facebook-Gruppe fand irgendwie nicht, oder jedenfalls ohne mich statt. Zurück im Hotel gab es erst mal ein gepflegtes Frühstück. Dabei trafen wir auch die anderen Teilnehmer. Beim gemeinsamen Frühstück freundeten wir uns schnell an und erzählten uns Schwänke aus unserer bewegten Jugend. Gabriel bot an, mich Sonntag mit zum Start zu nehmen, was meiner Frau ein paar Extrastunden Schlaf schenkte. Nochmal herzlichen Dank von uns beiden!

Um die Zeit rum zu bringen, fuhren wir nach Nürnberg und spielten Touristen. Selbst hier trafen wir Verückte auf TTs, komplett mit Challenge-Nummern am Helm!

Am frühen Nachmittag waren wir wieder in Hilpoltstein zum Check-in. Diesmal trafen wir auch Christoph – er parkte auf der Wiese direkt neben uns. Gemeinsam stellten wir uns am Eingang an. Ich stellte meiner Frau noch Arne Dyck vor, der gerade vorbeilief. Er kannte zwar meinen Nick, wusste aber auch, dass ich mehr im Nachbarportal unterwegs bin. Leider hatten wir keine Zeit, das zu vertiefen, er war auf dem Weg zum Interview. Sonst hätte ich ihm nämlich noch gesagt, wie toll sein Beitrag zur CR war, der mir bei der Planung viel geholfen hat. Dann halt danke von hier aus, Arne!

Der Check-in lief problemlos. Ich schaute mich nochmals auf der Wiese um und prägte mir die Laufwege ein. Auch die Wettkampfbesprechung brachte keine Überraschungen. Das Abendessen nahmen alle in Postbauer-Heng untergebrachten Triathleten gemeinsam beim örtlichen Italiener ein, bevor wir gegen neun schlafen gingen.

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Manager und Triathlet
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