Heimtrainingslager über Pfingsten

Über die Pfingstferien bin ich einigermaßen zum Trainieren gekommen. Der größte Effekt kam daher, dass ich die Kinder nicht um 7 aus dem Haus schicken muss, also um 6:30 schon zum Schwimmen gehen kann. Beim Umfang habe ich mich nicht lumpen lassen: 3 x 1000 oder 8 x 500 schwimme ich sonst nicht. Frustrierend nur, dass um diese Tageszeit die Hartgesottenen im Freibad sind, die ähnliche Strecken schwimmen, aber deutlich schneller als ich. Am Pfingstwochenende fuhren wir nochmals zum Breiti, diesmal mit dem Auto. Die Kinder bekamen ein Tretboot und begleiteten Papa einmal um den See, danach durften sie selber schwimmen. Auf diese Weise habe ich zum ersten Mal in einer normalen Trainingswoche mehr als 10km im Wasser zurückgelegt. Das gab es bisher nur auf einem Schwimmausflug in der Themse.

Auch auf dem Rad ging Einiges, obwohl das Wetter noch nicht optimal dafür ist. Einmal war eine 3-Stundentour nach der Arbeit drin. Dieses Wochenende sollte es dann ein langer Kanten werden. Nachdem der Wetterbericht stündlich wechselte, legte ich die Tour auf Samstag. Pünktlich kurz nach 10 fuhr ich los, bei grauer Bewölkung. Schon nach 100 Metern kam ich mir irgendwie nackt vor – ich hatte vor lauter Aufproviantierung den Helm vergessen! Also zurück zur Basis. Ich öffnete gerade das Garagentor, als ein Regenschauer runterkam. Nach 10 Minuten war der vorbei, die Sonne kam wieder heraus, aber die Straßen waren jetzt nass. Ich habe noch ein bisschen im Haus rumgebastelt und Zeit vertrödelt, aber es sah nicht wirklich besser aus. Um 11 bin ich dann schweren Herzens mit dem guten Rad auf die nasse Straße. Halbwegs den Hügel runter war ich schon eingesaut. Dummerweise fuhr ich die ersten Kilometer dem Regen hinterher. Ich holte ihn zwar nicht ein, aber immer, wenn der Fahrtwind die Hose halbwegs getrocknet hatte, kam ich wieder auf einen nassen Abschnitt. Endlich bog ich links ab und ließ den Regen nach rechts davonziehen. Mit zunehmender Temperatur besserte sich auch meine Laune. Die ersten 100 km liefen richtig flott. Am frühen Nachmittag steuerte ich eine Tanke an und veräppelte die Kassiererin mit den Worten: „Nummer zwei und eine Flasche Wasser, bitte!“ Frisch aufgetankt ging es in den nächsten Streckenabschnitt – den mit den Höhenmetern. Auf dieser Runde kam ich allmählich an meine Grenzen. Selten habe ich bergauf so müh- und langsam gekurbelt. Ich tröstete mich damit, dass ich in Roth auf der gleichen Strecke mehr als drei mal so viel Futter einwerfe und dieser Hungerast eigentlich nicht auftreten sollte. Und der Kalvarien- und Solarer Berg in der zweiten Runde sind schon mal eingeübt. Nach der Gipfeltour stopte ich an der gleichen Tanke wie zuvor. Diesmal gab es einen kalten Kaffee und noch eine Flasche Wasser. Als ich heim kam, standen 186km auf dem Tacho – einen Marathon hätte ich danach nicht mehr laufen mögen. Aber das muss ich ja erst in vier Wochen!

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Über Günter

Manager und Triathlet
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