Wie wonnig ist das Wunnebad?

Vor lauter Begeisterung über mich selber habe ich gestern gar nicht erzählt, was im Wunnebad sonst noch los war. Immerhin war ich zum ersten Mal dort. Im Verein wurde immer wieder berichtet, wie fantastisch es im Winter im Freibad sei. Ich bin ja eher der Warmduscher, aber gestern erschien ein Besuch im Freibad die angenehmere Wahl, im Vergleich zu einer langen Radeinheit. Die Webseite gibt Auskunft über dies und das, nur die Tage, an denen das Bad geschlossen hat, habe ich nicht gefunden. Angeblich schließen die zu Weihnachten mal einen Tag oder zwei, über Ostern jedenfalls hat das Bad samt Freibecken von 10-18 Uhr geöffnet. Ich löhnte meine 3,90 und verschwand im Labyrinth der Umkleide. Nach kurzer Suche und vergeblichem Rütteln an etlichen verschlossenen Kabinentüren fand ich die Herren-Sammelumkleide und machte mich frei. Wie erwartet, fiel die Mehrzahl der Besucher in die Kategorie „Rüstige(r) Rentner(in)“. Betonung auf RÜSTIG. Ich habe selten so viele drahtige, mitten im Winter braungebrannte best-ager gesehen wie gestern. Nach der Dusche dann der mutige Schritt ins Freie. Bei rund 12 Grad war das nicht so tragisch, wie ich befürchtet hatte. Das Becken war gut gefüllt mit den vorgenannten Runzelledernacken. Eine Bahn war abgeteilt für sportliche Schwimmer, in die bin ich großkotzig eingestiegen. Zu meiner Überraschung war die Schwimmerei dann völlig unspektakulär. Ich finde gerade keine Angaben zur Wassertemperatur, aber es schwamm sich angenehm wie im Sommer. Auf der Sportbahn waren meist 3-6 Leute unterwegs, alle sehr diszipliniert, bis auf einen Raser im Anzug und mit Flossen, der mich gefühlt pro Runde zwei mal überholte, der Angeber! Auch die anderen Leute auf der Bahn ließen sich beim Material nicht lumpen. Zeitweise sah man kaum noch den Startblock vor lauter Pool Buoys, Paddles, Flossen und sonstigem Gerät, das drumherum geparkt war. Für mich stellte das ein kleines Problem dar. Ich hatte gerade meine letzte schwimmtaugliche Uhr in der Bucht versenkt. Mein Poolmate ist beim Hersteller verschollen, nachdem ich ihn vor etlichen Wochen zur Reparatur geschickt hatte. Also habe ich gestern meinen spritzwassergeschützten FR405 am Beckenrand deponiert und alle 1.000 Meter mal draufgedrückt. Zwischendrin habe ich mal angehalten, um den touchring zu sperren, das arme Ding wäre sonst verrückt geworden und ich mit ihm. Nach knapp zwei Stunden war ich mit meinem Vorhaben durch. (Orca Dobelmann war gestern übrigens sechs Stunden im Bodensee unterwegs, so viel zum Thema „richtige Schwimmer“). Ich hing noch ein paar Minuten im Hallenbecken auf der Sprudelliege, dann fuhr ich heim und setzte mich in die Sauna. Für morgen ist ein Lauf geplant, mal sehen, wie der wird.

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Manager und Triathlet
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