Eine Winterbasiswoche oder zwei

Nach dem Dirty Race ging es weiter mit dröger Basisarbeit. Pro Woche waren drei Lauftage angesetzt, mit der Abfolge 20-7-16 und  über vier Kalendertage verteilt. Dazu Montags Schwimmen und Sonntags Rolle. Insgesamt ist das nicht allzuviel, über fünf Wochen summiert sich dann aber doch einiges auf. Der größten Kälte bin ich zum Glück entkommen. Als es hier gegen minus 20° ging, war ich drei Tage in England, wo mollige 2 Plusgrade herrschten. Wir waren wieder im Chequers Inn untergebracht. Dieses Mal bestand ich aber auf einem Zimmer mit Dusche, um die Abenteuer vom letzten Mal zu vermeiden. Montag abend drehte ich eine Runde bei plus 2° im dichten Nebel. Ich hatte anfangs Bedenken wegen des Schneematsches, aber letztendlich kam ich gut durch. Nur war auf dem Rückweg der Nebel dermaßen dicht, dass ich vom diffus reflektierten Strahl der eigenen Stirnlampe geblendet wurde. Am Ende nahm ich die Lampe in die Hand, um überhaupt noch was zu sehen. Das war dann ein ziemliches Gefussel, weil ich in der anderen Hand den Fotoapparat hielt, denn ich völlig nutzlos mitgeschleppt hatte. Am Dienstag ließ ich die Kamera im Hotel und habe so fantastische Aufnahmen vom rostroten Vollmond am sternenklaren Himmel verpasst. Den nächsten Fehler machte ich nach dem Lauf. Ich war zwar perfekt fürs Laufen bei -1° angezogen und konnte mit etwas Reißverschlussgymnastik den Unterschied zwischen Rücken- und Gegenwind einwandfrei kompensieren. Sobald ich aber anhielt und nach drinnen ging, brach der Schweiß aus allen Poren. Bis ich im Zimmer war, waren alle drei Lagen Klamotten durchgesuppt. Weil wir am Mittwoch zurückfahren sollten, trocknete ich die Kleider auf der Heizung. Nach dem Abendessen konnte man das winzige Zimmer nur noch mit Gasmaske betreten 😦

Mittwoch flogen wir zurück und um 23 Uhr hatte ich keine Lust mehr zum Laufen, es gab also einen Ruhetag. Damit blieben Donnerstag oder Freitag für einen weiteren Lauf, aber Freitag steht wieder eine Geschäftsreise an. So blieb mir heute nichts anderes übrig, als mit dem Laptop unterm Arm die 2,5 km in die Firma zu joggen. Abends lief ich wieder 15 km nach hause, ohne Rechner und bei -5°. Diesmal war es hell genug, um mit dem Telefon ein brauchbares Foto an der Poppenweiler Schleuse zu schießen:

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Manager und Triathlet
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