Wetter, Stadtverwaltung, Humor.

Welcher Begriff passt nicht in die Reihe? Man könnte sagen, dass die Verwaltung deutlich statischer ist als die beiden anderen Begriffe. Andererseits kann man über sie leichter lachen als über das Wetter. Oder man ist der Meinung, Verwaltung und Wetter kämen bei mir regelmäßig dran, Humor nie…

Das kommt davon, wenn ich zu wenig trainiere, dann schreibe ich Stuss. Nach dem Sylvesterlauf mit nachfolgender Erkältungsattacke und Neujahrsparty habe ich mich zwei Tage lang erholt. Beim Neujahrsspaziergang bin ich an diesem schönen Ensemble vorbeigekommen:

Solche Schilder sieht man wohl an jedem Tümpel, Verwaltungen gehen bekanntlich auf Nummer sicher. Noch sicherer wäre es, ein Schild daneben zu stellen mit der Aufschrift: „Bitte die Triathleten nicht füttern!“ – bei den zweistelligen Temperaturen draußen sieht man bestimmt bald die ersten Leute im Freiwasser.

Gestern war ich erstmals wieder eine Runde laufen. Am Morgen war es mit 4 Grad relativ frisch, trotzdem wirkte das Warnschild am Heilbadweg deplaziert: „Achtung, Rodelpiste nicht geräumt und gestreut!“ Ich bastelte noch gedanklich an der geschliffenen Formulierung einer sarkastischen Mail an die Stadtverwaltung, als ich mich beinahe hinlegte. Der Metallsteg über den Neckar war mit einer tückischen Schicht Raureif überzogen. Und das gänzlich unbeschildert, ein Skandal! Das werden dann zwei Mails an die Stadtverwaltung.

Abends beim Heimlaufen verging mir das Lachen komplett. Nach 829 km hatte ich mein Laufschuhpaar in Rente geschickt und probierte die neuen Treter aus, mit den nagelneuen Sporteinlagen vom Orthopäden. Die fühlten sich schon so komisch an. Lachen konnte ich trotzdem nicht. Die Stütze unterm Innengewölbe war mal wieder viel zu hoch und nach 6 km fühlte ich die Blase unterm Fuß wachsen. Das ist auch noch die dümmste Stelle für eine Blase, da hält kein Pflaster. Fluchend stoppte ich die Uhr und ging gehend weiter. Also zu Fuß. Auf jeden Fall nicht laufend. Wobei mir der abendliche Wind durch die verschwitzten Klamotten blies. Nach einem Kilometer wurde es mir zu blöd und ich lief weiter, auf Zehenspitzen, um die Druckstelle zu schonen. Als Training und zur Technikschulung mag das ja nützlich sein, aber der Humor blieb definitiv auf der Strecke 😦

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Über Günter

Manager und Triathlet
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