Feiertage…

… sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Von den Temperaturen ganz zu schweigen.

Nur noch einige wenige Tage bis zum Sylvesterlauf. Noch wenige Wochen bis zum Dirty Race. Zeit, in die Gänge zu kommen. Die angebliche Arthrose habe ich inzwischen als Fehldiagnose abgehakt. Ein neuer Doktor muss her! Etwas Ruhe, Selbstmassage und Dehnen haben die Symptome in den Griff gekriegt und ich trainiere wieder fast beschwerdefrei. Viel verloren ist nicht, bis zur Challenge Roth, meinem Hauptwettkampf 2012, ist noch reichlich Zeit. Aber für die oben genannten Winterspektakel darf ich jetzt ohne große Grundlage ins Aufbautraining. Gestern war ich zu Fuß rund um den Golfplatz unterwegs und habe bergauf immer kräftig Gas gegeben. Von vernünftigen km-Schnitten bin ich noch weit entfernt. Bietigheim wird wohl mehr ein Event als ein Wettkampf. Aber um die Jahreszeit ist das legitim, behaupte ich mal. Am 25. war ich mit Gänsebraten in der Wampe auf der Rolle und brüste mich seither, der Erfinder des Gänserollbratens zu sein. Heute war das MTB wieder dran. Nach einigen regnerischen Tagen waren die Wege gut glitschig, exzellente Vorbereitung für Murr 🙂 Aber das Wetter… Zwischendrin habe ich mal angehalten, um die Socken zu sortieren. Der Garmin war noch nicht auf Auto-Stop, als mir schon der Schweiß in Strömen ausbrach. Ich zog die Jacke aus und die Helmhaube ab und fuhr weiter. Nach 5 Metern habe ich ausgekühlt die Jacke wieder angezogen. Das Lästige beim Radfahren im (so genannten) Winter ist nicht die Kälte, sondern der gefühlte Unterschied zwischen Temperatur in Fahrt und im Stand.

Zur Abwechslung ging es mal wieder an der Rems entlang. Diese Strecke fahre ich normalerweise im Spätsommer. Wobei das Teilstück an der Rems eigentlich Vier-Jahreszeiten-tauglich ist. Aber das Zubringerstück geht durch wildreichen Wald, da fahre ich im Winter nicht nach Feierabend durch, wegen dem grünen Gewissen und so. Aber heute zu Mittag waren die Rehe entweder satt oder bereits erschossen, ich riskierte also keinen Zoff mit dem Herrn Oberförster. An dem Weg längs der Rems waren die Niederschläge nicht spurlos vorbei gegangen. Teilweise war die Deckschicht vollständig weg gespült und der Unterbau aus Grob-Beton kam raus, teilweise war die Deckschicht noch teilweise vorhanden und nur von tiefen Furchen durchzogen. Ich machte mir nix draus und übte schon mal, glitschige Passagen mit Vollgas zu durchdriften. Je nachdem, was Ende Januar temperaturmäßig angesagt ist, kann mentale Abhärtung nicht schaden. Das Dirty Race ist zwar technisch nicht besonders anspruchsvoll, hat aber einige Passagen über Graswege und -flächen, die bei feuchter Witterung schön schlammig werden können. Im Hegnacher Forst nahm ich trotzdem den chicken-path. Der ist leicht zu merken: von zwei möglichen Wegen immer den linken wählen! Der rechte hat einige fiese Löcher aufzuweisen…

Nach knapp zwei Stunden war ich wieder zu Hause und duschte das Rad mit der guten Handspritze. Die ist zwar für Unkrautmittel gedacht, macht aber ein MTB, zumindest seine technisch wichtigen Komponenten, auch dann schön sauber, wenn der Gartenschlauch Winterruhe hat. Danach gabs noch etwas Öl auf die Kette, dann war für alle Feierabend. Immerhin sind wir ja zwischen den Feiertagen.

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