Grüße aus Cassington

Der Flug gestern hat problemlos geklappt und um 18 Uhr war ich auf dem P+R Platz Thornton Hill bei Oxford, wo meine Kollegen mich abholten. Im Feierabendverkehr fuhren wir einmal um Oxford rum zu unserem Landgasthof in Cassington, dem Chequers Inn. Im Zimmer erwartete mich eine böse Überraschung: eine Badewanne ohne Brause! Wie soll der Triathlet von Welt da nach dem Laufen wieder olfaktorisch neutral werden? Zum Laufen war es ohnehin zu spät, wir gingen noch Essen und ab in die Heia. Inzwischen erreichte mich aus der Heimat die frohe Kunde, dass die neue Garage ohne größere Zwischenfälle eingeschwebt war. Die zweite Garage war notwendig geworden, weil in der alten trotz modernster Technik der Raum knapp geworden war:

Heute werkelten wir den ganzen Tag in der Firma in Eynsham und kamen gegen halb sechs zum Hotel zurück. Ich warf mich gleich in Schale, schnallte mir Reflektorbänder um die Arme und die Stirnlampe um den Kopf und lief los. Der erste Teil war entspannt, auf Nebenstraßen lief ich hinein nach Eynsham, durchquerte den Ortskern des Dorfes und lief Richtung Südwesten wieder hinaus, zunächst auf einem asphaltierten Sträßchen. Bei Tag ist diese Strecke traumhaft idyllisch, das weiß ich noch vom Sommer. Bei Nacht und Nebel wird die Angelegenheit eher trostlos. Mit dem Mantra von den Siegern, die in der off-season gemacht werden, hielt ich die trüben Gedanken darüber, was ich hier eigentlich triebe, in Schach. Dass ich flott und locker unterwegs war, half ebenfalls. Über mir zogen derweil hell erleuchtete Militärtransporter im Anflug auf einen nahe gelegenen Flughafen wie Ufos durch die Nebelsuppe. Nach dem zweiten Gehöft endete die Straße und ging in einen Feldweg über. Hier ließ mich langsam die Erinnerung an die Strecke im Stich, die ich nur einmal vor mehreren Monaten gelaufen war. Als es nach zwei Abzweigungen auch noch in dichtes Unterholz ging, kehrte ich vorsichtshalber um, so lange ich mir des Rückwegs noch einigermaßen sicher war. Nach einer guten Stunde war ich wieder beim Hotel und noch recht locker auf den Beinen. Ich lief deshalb noch ein Stück in die andere Richtung, fand mich aber bald auf einer unangenehm stark befahrenen Landstraße wieder. Meine Stirnfunzel mit den Batterien vom letzten Jahr erschien mir plötzlich ausgesprochen blass. Schließlich erreicht ich nach gut 10 Meilen das rettende Hotel und begab mich in die Badewanne:

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Über Günter

Manager und Triathlet
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