Mehr zur Infrastruktur

Ich bin ja beruhigt. Heute habe ich meinen Gymnastikkeller erweitert und erneut darin trainiert, eine richtige kleine Einheit AA nach Friel. Die Kraftstation hatte ich im vorigen Beitrag bereits vorgestellt. Ich hatte die vor über einem Jahr gekauft, kurz, nachdem wir das neue Haus erworben hatten. An dem Haus bin ich schuld. Oder meine Frau. Oder mein Fahrrad. Irgendwie hängt das alles zusammen. Alles hat damit angefangen, dass ich mit 50 meine erste LD bewältigen wollte. Zunächst war da noch der Gedanke, das mit einem modifizierten Rennrad zu machen, aber zum 50. durfte es dann doch was Gediegenes sein. Bekanntermaßen ist es dann ein Merida Time Warp mit DA und Xentis geworden. Mein schwerer strategischer Fehler: ich habe meiner Frau verraten, was das gekostet hat. Daraufhin wollte sie ein neues Haus. Das neue Haus ist dann doch ein altes geworden, Baujahr 51. 1951, um genau zu sein. Wir hatten das Teil gerade gekauft, als es beim Kaiser in Zuffenhausen eine Kraftstation zum halben Preis gab. Friel schreibt ja, dass gerade für ältere Semester Krafttraining zum guten Ton gehöre. Und das Teil bei Kaiser hatte eine Beinpresse dabei, die bei anderen Geräten noch mal extra kostet, also habe ich bei 400-irgendwas zugegriffen. Der Haken bei der Sache war, dass ich das Gerät selber abbauen und transportieren musste. Der Abbau allein hat über 1 Stunde gedauert, und dann war noch nix im Auto. Die großen Teile haben zum Glück alle hinten rein gepasst. Mit den Gewichten war dann auch die Federung mal richtig strapaziert. Dummerweise hatte ich keinen vernünftigen Platz für das ganze Geraffel, also wurde erst mal alles in der Firma zwischengelagert. Nach zwei Wochen hatte ich die Schlüssel fürs neue Haus, also alles wieder ins Auto und in der Garage abgestellt, in der eitlen Hoffnung, es im Herbst final aufzubauen. Herbst ist es dann auch geworden, allerdings ein Jahr später. Einen Altbau zu renovieren ist meistens wesentlich lustiger, als man Humor hat! Vor einer guten Woche war es dann so weit, ich durfte alle Teile des Gerätes abstauben, von Spinnweben befreien und von der Garage ins Haus schleppen. Dabei habe ich auch eine Spinne entdeckt, die wohl heimlich trainieren wollte und unter dem Gewicht jämmerlich verhungert ist… Wenige Tage später kam ich tatsächlich dazu, das Teil zusammenzuschrauben. Die Kabelführung allein erfordert ein Ingenieurs-Grundstudium, aber nach zwei Stunden stand das Gerät und bewegte sich auch. Gestern war ich noch im Sanitätshaus (man weiß ja nie) und habe einen Gymnastikball und eine Blackroll erstanden. Letztere haben mir die Staffelkollegen vom Walchsee sehr ans Herz gelegt. Heute hatte ich einen Lieferwagen, mit dem habe ich, neben einigen Möbeln, auch das alte Trimmrad meiner Mutter und den Crosstrainer aus irgendeiner Bonusaktion rübergeholt. Jetzt ist der Keller voll. Die Kraftstation habe ich sogar noch näher an die Wand rücken dürfen, gar nicht ohne in montierten Zustand, aber mit Fadels Hilfe hat es am Ende geklappt. So sieht das jetzt aus:

Heute abend habe ich dann mit fast allem ein bisschen gespielt. Der Crosstrainer ist ideal zum Aufwärmen, danach ein bisschen Kraft an der Maschine, ein bisschen Rumpf mit dem Ball und am Ende etwas Massage mit der Rolle. Die Wellnessdusche im Saunabereich ist der ideale Abschluss dazu. Insofern hat sich das neue Fahrrad richtig gelohnt 🙂

Aber was ist nun das Beruhigende an der Geschichte? Es beruhigt mich, dass ich die neuen Spielzeuge auch benutze! In den Keller des Hauses, aus dem wir gerade ausziehen, hatte ich 2001 Strom und Wasser für eine Dunkelkammer (zum Fotos Entwickeln, Ihr Nasenbären!) legen lassen. Das Vergrößerungsgerät, das dort zum Einsatz kommen sollte, habe ich nie aus dem Karton vom vorigen Umzug ausgepackt! Und jetzt überlege ich, ob ich das Ding bei Ebay einstellen oder gleich wegwerfen soll, wer vergrößert denn noch Fotos analog? Insofern ist der neue Sport- und Wellnesskeller hervorragend aus den Startlöchern gekommen, das beruhigt.

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Über Günter

Manager und Triathlet
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Eine Antwort zu Mehr zur Infrastruktur

  1. modoufall schreibt:

    Unglaublich, aber wahr: das Vergrößerungsgerät habe ich erfolgreich verkauft!

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