Weiter gehts!

Die Anmeldung für Walchsee ist klar, die Unterkunft auch, Telefonnummern sind ausgetauscht. Logistisch kann nicht mehr viel schief gehen. In den letzten Tagen habe ich mich mental vom Absacken wieder umgepolt auf Wettkampfmodus. Ich verfolge den thread auf Szene, in dem vor allem über die Wassertemperatur gemunkelt wird. Je nun. Der 10-Tages-Wetterbericht beschäftigt mich da schon mehr. Die Vorhersage für nächsten Sonntag wechselt zwischen „bewölkt“ und „Schauer“. Wir werdens überleben, iA.

Neben der mentalen WK-Einstimmung war ich die Tage noch mit Umzug beschäftigt. Dank Christians Hilfe steht der „Monsterschrank“ inzwischen an seinem Platz. Zwischendrin habe ich die Xentisse noch mal ausgemottet und wieder ans Rad genagelt, technisch ist also auch alles auf Spur. Morgen steht eine gediegene Ausfahrt an, um neben der Psyche auch die Waden auf bevorstehende Abenteuer einzustimmen. Zur Feier des Tages habe ich mir vorher eine Riesenportion Spaghetti al Pesto reingeschoben, mit hausgemachtem Sugo und Basilikum vom Balkon. Knoblauch kam verstärkt zum Einsatz, wer morgen lutscht, ist selber schuld!

Die Kohlenhydrate musste ich dringend auffüllen, weil ich heute nachmittag im Freibad etwas über die Stränge geschlagen habe. Ich wollte auch mal damit angeben, wie weit ich schwimme und habe mich an den 5.000 Metern versucht. Am Schluss hat das sogar geklappt, obwohl ich im mittleren Drittel erhebliche Zweifel hatte. Mein Trick war, die Strecke gedanklich in 500er-Häppchen einzuteilen, die sind leichter verdaulich als ein 5-Kilo Steak. Ich musste mich nur höllisch beherrschen, um unterwegs nicht dauernd nachzurechnen, wie viel noch fehlt. Meter gehen ja, aber wenn ich mir immer die Proportionen vorrechne, in Brüchen und Prozenten, werde ich schwermütig Bei 3.500 war ich fast euphorisch, dass nur noch 1.500 übrig sind – eine interessante neue Erfahrung. Bei 4.200 hatte ich einen leichten Wadenkrampf, der mir den Schnitt auf dieser Etappe deutlich verhagelt hat, mit 11:11 war sie die einzige > 11min. Danach kam ich wieder zügig in meinen Rhythmus und schlug nach 1:48:30 final an. Die Auswertung hinterher bestätigte das überraschend gute Gefühl, das ich unterwegs schon hatte: die einzelnen 500er-Blöcke wiesen zwar Schwankungen von rund 15 Sekunden auf, aber ab dem dritten Block war ich nicht mehr wesentlich langsamer geworden. Mehr wäre heute aber nicht mehr drin gewesen. Den Gedanken, die 2 Stunden voll zu machen, habe ich schnell verworfen. Nachher brauchte ich einige Stunden und etliche Kohlenhydrate, um mich zu erholen. Morgen gehts aufs Rad!

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Manager und Triathlet
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