Ohne Media is auch nix

Jetzt suche ich schon seit Stunden nach meiner Digi-Knipse, um die WK-Vorbereitung zu dokumentieren, aber die ist verschollen. Ich verdächtige vorsichtshalber mal pauschal die Kinder. Jetzt muss ich versuchen, das verbal rüber zu bringen. Das Training lässt sich ja noch gut schildern, der Rest wird haarig. Nach dem Koppeltraining am Sonntag habe ich am Montag regeneriert. Dienstag durfte endlich wieder das Merida auf die Straße (s. die Videos im vorigen Beitrag). Das Wetter war ordentlich, endlich durfte ich mal wieder schwitzen. Ich hatte schon Angst, dass ich jetzt bei friesischen Bedingungen trainiere und dann am WK-Tag bei 35 °C auf die Strecke darf. Ein später Feierabend erlaubte nur eine kurze Runde, dafür habe ich dicke Gänge aufgelegt. Ich kann prahlerisch vermelden, dass mein Maria-Hilf-Ritzel langsam Flugrost ansetzt, und sein Nachbar ebenfalls. Für das RR habe ich schon eine Standarkurbel in der Garage liegen, die demnächst die kompakte ersetzen soll, ich traue mich nur im Augenblick nicht zu schrauben. Wenn sich das bewährt, bekommt das TT zur nächsten Saison auch eine Erwachsenen-Kurbel spendiert. Ins Geld geht das ja schon, denn mit der Kurbel allein ist es nicht getan. Zumindest beim TT sollte ich dann auch die Kassette anpassen, die ist zur Zeit extrem gespreizt (11-27). Am Mittwoch wollte ich eigentlich schwimmen, habe das aber aus Unlust auf Donnerstag verschoben. Am Donnerstag war schon wieder schönes Wetter! In der Mittagspause habe ich ein ordentliches Läufchen eingelegt, nach der Arbeit ging es dann ins Freibad. Da war zwar ziemlich Betrieb, aber die Schnellschwimmerbahn war frei. Zum allgemeinen Entzücken habe ich mich in meinen Neo gezwängt und bin 2000 Meter geschwommen. Immer in der Angst, dass wer fragt, was die Pelle bei dem Wetter soll. Die Wahrheit ist, ich muss mich an das Ding gewöhnen, um im WK nicht wieder in Panik zu geraten. Vorige Woche war ich schon 500 Meter in Neo unterwegs und fühlte mich nicht überragend wohl. Die 2000 diese Woche gingen schon erheblich besser. Und beim nächsten Mal schmiere ich auch wieder Vaseline um den Hals, dann sehe ich hinterher nicht aus, als wäre ich dem Würger von London begegnet. Das nächste Mal ist übrigens für morgen vorgesehen, da will ich zum Breitenauer See fahren. Die Enz bei Bissingen will ich auch noch erkunden, aber dafür muss ich noch eine Gelegenheit finden.

Heute, Freitag, stieg die Unlust auf ein bislang ungeahntes Niveau. Wäre ich nicht morgens zur Arbeit gelaufen, hätte ich mich nachmittags zu nichts mehr aufraffen können. So hatte ich keine Wahl und musste per pedes nach hause. Die ersten Kilometer waren die zähesten überhaupt in den letzten Monaten. Danach kam ich langsam in Schwung und lief sogar die letzte Steigung noch zügig hoch.

Nach dieser mentalen Aufbau-Einheit begann dann der haarige Teil der Vorbereitungsphase. Wobei auch dieser Teil mehr mentalen als praktischen Nährwert hat. Unter der Dusche begann ich mit der Körperenthaarung. Der erste Durchgang ist immer der doofste. Nach jedem Strich darf ich den Rasierer ausspülen und das Ergebnis ist eher abstoßend. Aber ich habe ja noch eine Woche Zeit, um der Behaarung Herr zu werden. Nach der Dusche radelte ich noch in die Stadt, zum Friseur meines Vertrauens. Der Inhaber wie auch das Personal sind durchwegs TürkInnen, was man schon daran erkennt, dass sie zu den wenigen Schwaben gehören, die der hochdeutschen Sprache mächtig sind. Da Wiesbaden dieses Jahr mein Hauptwettkampf ist, beauftragte ich eine angemessene Frisur: Maschine 6mm. Das ist natürlich ein fieser Trick zur Täuschung der Konkurrenz. Die geht nämlich davon aus, dass man den ernsthaften Triathleten an seiner Glatze erkennt… Und weil der Laden ein echt turco-schwäbischer Salon ist, bekam ich ohne Aufpreis auch Ohren und Augenbrauen gestutzt. Natürlich nicht die Ohren als solche, sondern die Behaarung, die dort in AK50 zur Grundausstattung gehört. Die Ergebnisse von Frisur und Rasur wollte ich eigentlich visuell dokumentieren, aber wie eingangs erwähnt mangelt es mir an Gerät. Im Fall der Stachelbeerbeine ist das vielleicht sogar ein Glück 🙂

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Über Günter

Manager und Triathlet
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2 Antworten zu Ohne Media is auch nix

  1. Michael Lorenz schreibt:

    modoufall

    werde ab jetzt über deinen blog, den ich sehr gerne lese, auf meinem dashboard informiert (habe deswegen die benachrichtigung via e-mail entfernt).

    wetter scheint sich zu stabilisieren. besuche heute vormittag meinen onkel und fahre dann nach regensburg zum anfeuern und zuschauen..

    wünsche dir und deiner familie einen schönen sonntag.

    milorz

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