Erholung

… darf auch mal sein.

Nach Heilbronn hab ich außer blogschreiben nicht viel angestellt. Um so überraschter war ich, dass meine Grafik wöchentlicher Trainingsstunden immer noch Werte aufweist. Schuld daran sind die lieben ArbeitskollegInnen und ihre Männer. Einer von den Männern hat mich im Dezember angestachelt, mich zum Albstadt Bike Marathon anzumelden. Er selber hat inzwischen einen Rückzieher gemacht, mich aber dafür auf eine Feierabendrunde eingeladen. Am Schluss waren wir zu viert und sind gut 2 Stunden durch den Wilden Norden der Landkreise Ludwigsburg und Rems-Murr gebrettert. Nach einer üppigen Mahlzeit bei Rs. durften drei von uns noch eine gute Stunde heim radeln. Weils so schön war, haben wir das in der Folgewoche gleich noch mal gemacht.

Meine Frau ist über Pfingsten mit den Kindern nach Meran gefahren, so dass ich sturmfreies Training habe. Nach Wetterbericht sollte der Pfingstsonntag der einzige trockene Abschnitt auf Tage hinaus bleiben, also prädestiniert für eine lange Kante. Eigentlich wollte ich ja gemütlich wieder einsteigen und bis Wiesbaden systematisch aufbauen, Zeit wäre ja genug, aber so eine Gelegenheit muss man nutzen! Also raus aufs Rad und 92 km mit 1500 HM abgespult. Dafür musste ich die ein Schleife der Remstal-Acht doppelt abfahren. Zwischendurch durfte ich einem Porsche-Cabrio-Fahrer das Leben retten. Der stand hinter einem anderen Auto an der Ampel. Ich kam gerade von hinten auf dem Radstreifen an, als grün wurde. Paranoid, wie ich zum Glück nun mal bin, hab ich mir schon gedacht, dass von den Nasenbären hier mindestens einer rechts abbiegt, ohne zu blinken. Natürlich der Porsche! Ich HASSE Leute, die sich klischeehaft verhalten! Wäre ich nicht bremsbereit gewesen, hätte ich dem seinen Gurkenhobel mitten durch gefräst…

So kam ich wohlbehalten drei mal über die Buocher Höhe und hinten mit 68 km/h wieder runter. Die letzten 25 Kilometer wurden erwartungsgemäß zäh. Am Ende hat mich noch ein Jungspund auf dem MTB verheizt, aber ich hab mich auf nix eingelassen. Der musste ja nicht noch koppeln. Ich hab dann noch eine schöne Runde draufgesetzt. In Heilbronn hat es ja gedauert, bis ich nach dem Radeln flott auf den Beinen war, danach war ich aber gut unterwegs. Mangels passender Uhr wusste ich leider nicht, wie ich mich auf der Laufstrecke entwickelt habe. Gestern dann die Bestätigung unter fast wissenschaftlichen Bedingungen. Nach einer harten Radrunde kann ich nicht so aggressiv losrennen, wie ich mir das erträume. Der erste Kilometer dauerte noch gut fünf Minuten. Der zweite war schon 4:30 und das war auch die Richtschnur für die folgenden, bergab etwas weniger, bergauf wieder mehr. Insgesamt lief ich noch gut 7 km. Ich habe mich bewusst auf die Technik konzentriert: Ferse hoch, um das Bein schnell nach vorn zu bringen, hohe Trittfrequenz, kurzer Bodenkontakt. Dabei habe ich auch kapiert, dass ein Koppellauf nicht geeignet ist, um so was zu trainieren, vielmehr, um das mühsam anzuwenden. Aneignen muss man sich das vorher. Ich werde deshalb regelmäßig dienstags im Jahnstadion zu sehen sein. Während mein Jüngster dort die Leichtathletik erlernt, wird Papa auf der Bahn 1000er kloppen.

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Über Günter

Manager und Triathlet
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