Recom für Fortgeschrittene…

… geht ganz einfach: Nixtun ohne Schuldgefühle 🙂

(Der Spruch ist angelehnt an Woody Allen. Wer kennt den Film?)

Letzten Donnerstag habe ich noch darüber lamentiert, dass ich zu nix komme. Freitag hab ich das auf die Spitze getrieben: den ganzen Tag Sitzungen mit fingerfood. Am Abend hängt einem das noch weiter zu den Ohren raus als die Wortbeiträge der Kollegen. Vom jeweiligen Nährwert ganz zu schweigen…  😉  Zum Glück denkt unser guter Engel auch an unsere Gesundheit und stellt reichlich Obst mit auf den Tisch – DANKE, MARION! Besonders die kleinen kernlosen Träubchen haben es mir angetan. Selbst wenn man eine ganze Handvoll von denen in der Gosche hat, kann man die noch strategisch in diversen Hohlräumen zwischenlagern, falls man unverhofft das Wort ergreifen muss.

Samstag wurde dann strategisch gefaulenzt und Sonntag ging es mit allen Kindern zum Skifahren aufs Nebelhorn. Was die ganze Woche nicht klappt, ging an dem Tag wie geschmiert: Punkt 6 sprangen alle aus dem Bett, wutschten durchs Bad an den Frühstückstisch und waren um 7:30 abfahrbereit. Ein grandioser Sonnenaufgang vergoldete die flotte Anreise. Das Nebelhorn ist das kleinere der Oberstdorfer Skigebiete und ideal für meine kids, deren letzte Skikurse bereits zwei Jahre zurück liegen. Mit der großen Gondel fuhren wir hinauf in eine geschützte Mulde unterhalb des Gipfels. Die ersten hundert Meter bis zum Sessellift waren ein kleines Abenteuer für den Achtjährigen, der die Rutschigkeit der Sache zunächst unterschätzte und in breitem Pflug geradeaus nach unten sauste. Dafür kam er die zehn Meter Gegenanstieg am Lift nur mit letzter Kraft hoch. Auch das erste Ein- sowie Aussteigen war eine Herausforderung. Die erste Abfahrt fuhren wir noch gemeinsam hinunter, dann trennten wir uns. Der Große mit seinem Snowboard fuhr zusammen mit der Elfjährigen spazieren, und ich bugsierte den Jungen die Hänge hinunter.

Zu Mittag schauten wir uns die Iglu Lodge an, ein Schneehotel neben der Gipfelstation, über der ein Gleitschrmflieger seine Kreise drehte. Im Hangwind konnte der offenbar beliebig aufsteigen und weiter kreisen. So sah das aus:

Gegen vier gab es noch einen Kaffee:

dann brachte ich die kids mangels Mut mit der Gondel nach unten, während der Große die Talabfahrt genoss. Wir fotografierten unterdessen noch einen Gleitschirmflieger:

Auf der Heimfahrt hatten wir zwar heftigen Rückreiseverkehr, aber der Sonnenuntergang half auch darüber hinweg.

Montag wurde meine Recom-Phase jäh unterbrochen. Nach der Arbeit ging ich schwimmen. Habe ich schon erwähnt, dass ich seit drei Wochen mit den großen Jungs schwimme? Bis dato hatte ich immer das „Programm 2“ absolviert, das in Summe meist auf 2.000 Meter hinausläuft. Seit kurzem schwimme ich das „Programm 1“, so um die 2.400 Meter. Diese Woche waren keine großen Jungs da, drum schwamm ich mit einem großen Mädchen, auch keine schlechte Wahl. Dummerweise produzierten wir beim Leine Ziehen ein ziemliches Makramee und kamen in der verbleibenden Zeit nur auf 2.050 Meter, die aber mit gediegener B-Note!

Im Lauf des Montags reifte, befördert durch den englischen Wetterbericht, auch mein Entschluss, die Laufklamotten mit auf Dienstreise zu nehmen. Dank geschickter Kleiderwahl passte alles ins Handgepäck. Der Flieger war rekordverdächtig früh in der Luft und kam noch füher an. Avis bremste mich dafür erfolgreich wieder aus. Da habe ich meine Avis preferred Karte, das Auto online reserviert und dann fangen die bei jederAnmietung wieder von vorn an, seitenweise Daten einzutippen. Auf meine Frage, ob die Kundenkarte dabei nicht weiter hülfe, bekam ich ein lapidares „nein“. Die Karte habe ich ihnen dann zwecks Entsorgung da gelassen.

90 Minuten später war ich in meinem Stammhotel in Witney, westlich von Oxford, und machte mich für einen Auslauf hübsch. Die lange Hose hätte ich nicht einmal gebraucht, ich hatte nur keine kurze mit. Dazu ein „Günter powered by modoufall“ T-Shirt und schon gings los. Hundert Meter die Straße entlang, dann rechts rein auf die Seerunde. Der See war natürlich viel kleiner, als er auf google earth aussah. Weil ich keine Lust auf einen Drehwurm hatte, bog ich auf einen Feldweg ab. Nach ein bisschen Sackgassenlauf fand ich ein Sträßchen, dem ich folgte, bis der Garmin 6km vermeldete. Es war zwar nicht ganz easy vom Gefühl her, aber immerhin lief ich die knapp 12km in 54 Minuten, nach über drei Monaten Laufabstinenz war ich damit recht zufrieden. Wer Lust hat, kann diese Strecke, wie übrigens die meisten meiner Strecken, auf Garmin Connect nachschlagen (dort firmiere ich auch als modoufall). Den Fotoapparat hatte ich leider nicht mit, aber ich habe den Wecker früh genug gestellt, um morgen vor dem Frühstück noch eine Runde zu drehen, dann mit Kamera am Mann. Immer vorausgesetzt, ich versumpfe nachher nicht noch vor lauwarmer Cervisia…

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Über Günter

Manager und Triathlet
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