Schnee und Eis…

…halten sich bisher noch. Die letzten Wochen habe ich eifrig mit der Ausrüstung experimentiert. Das Dauerproblem beim Radeln sind Hände und Füße. An den letzteren trage ich Goretex-Wanderschuhe mit Neoprengamaschen drüber, das hält ungefähr eine Stunde lang, dann wird es an den Zehen kalt. Ich hab mir zwar Winterradschuhe angesehen, aber bei Preisen von 160 EUR aufwärts hab ich mir lieber neue Gamaschen namens Wetwalker besorgt. Die alten Gamaschen waren erstens zu klein für die Wanderschuhe und zweitens von den Plattenpedalen mit Madenschrauben arg ramponiert. An den Händen tun Roeckl-Handschuhe ihren Dienst, derzeit meistens mit Unterziehhandschuhen drunter. Heute früh bei minus 8° und bergab hat das leider nicht ausgereicht, ich musste ein paar mal anhalten und warten, dass wieder Gefühl in die Finger kommt. Gefühlvolle Finger brauche ich schließlich zum wohldosierten Bremsen, wenn ich den Rodelweg am Hohenecker Heilbad runterrolle. (Ich weiß, man soll eh nicht so viel bremsen, wegen der globalen Erwärmung, aber unten fließt der Neckar quer.)

Seit gestern fahre ich auch wieder mit Spikes. Zwischendurch hatte ich die mal runtergeworfen, weil inzwischen die meisten Wege in der Stadt geräumt und gesalzen sind. Bei einer nachweihnachtlichen Ausfahrt mit Christian (der inzwischen einen Bio-Radständer vor der Haustür hat):

erkannte ich, dass die Spikes nur in wenigen Grenzsituationen einen Vorteil bieten.

Am Montag legte ich mich dann (ohne Spikes) in genau so einer Situation auf die Schnauze. Der Schneebelag auf der Fahrbahn endete, ich sah schwarzen Asphalt vor mir, was ich nicht sah, war der dünne Blitzeisbelag darauf. Zum Glück ist nichts passiert, aber vor der nächsten Ausfahrt kamen die Spikes wieder ans Rad. Jetzt suche ich halt Strecken, die weniger aufgeräumt sind. Der Neckarradweg zum Beispiel ist notorisch unaufgeräumt. Bis vorgestern lagen da sogar noch Bäume quer, die sind immerhin wieder verschwunden. Diesen Weg kann man ohnehin nur mit einem Fully befahren. Leider muss ich im Sommer da auch mit dem Triathlonrad längs…

Aber noch ist Winter, ich prügele das MTB durch die Eisfurchen und hinterlasse beim Bremsen vorm Fahrradkeller tiefe Spuren im Beton.

Advertisements

Über modoufall

Manager und Triathlet
Dieser Beitrag wurde unter Photography, Radfahren, Sport abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Schnee und Eis…

  1. Pingback: „Bio-Radständer“ …. « velowahnsinn

  2. swimbikeruneatsleep schreibt:

    MTB im Winter / Kalte Hände / Kalte Füße / Auf die Schnauze fliegen … :

    jaja, so war mein letzter Winter auch 🙂
    inzwischen bin ich jedoch zum körperlichen Schlappschwanz mutiert und fahre (außer zur Arbeit) nur noch Rolle –> dafür bin ich nun ein mentales Monster !

    frohes Weiterrutschen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s