Ein lustiges Wochenende

Die Roth-Berichte sind noch nicht zu Ende geschrieben, da bin ich schon wieder sportlich unterwegs. Letzten Samstag bin ich beim Citylauf die 10 Kilometer gerannt und ganz ordentlich durchgekommen. Dieses Wochende gab ich mir die doppelte Dröhnung: Schwimmen und Laufen. Das Hallenbad in Kemnat hatte 24h-Schwimmen, von Samstag 14:00 bis Sonntag 14:00. Auf Einladung eines Vereinskollegen war ich von 21:30 bis 22:30 im Wasser, beim Kampf um den Mannschafts-Stundenrekord. Leider waren wir nur zu sechst und unsere 21,5 Kilometer (von denen Martin 4,05 beigesteuert hat) haben nur zum zweiten Platz gereicht. Die Nachteulen haben zu zehnt mit Wechselspielern 25 zusammen bekommen. Nach einer Stunde im 29 Grad warmen Wasser waren wir leicht gekocht.

Die Nacht war kurz. Vor sechs stand ich auf, tankte Kaffe und fuhr nach Neudenau zu Bernd. Bernd läuft seit rund drei Jahren und ich habe mir zum Ziel gesetzt, ihm in regelmäßigen Abständen neue Herausforderungen zu stellen. Letztes Jahr hat er seinen ersten 10er bestritten, danach habe ich ihn zur Anmeldung bei einem Halbmarathon gezwungen. Dummerweise (für ihn) hat der Verein in seinem Nachbardorf just dieses Jahr einen veranstaltet, aus Anlass des 100jährigen Bestehens (den nächsten HM haben sie bereits auf 2112 terminiert). Im Frühjahr habe ich Bernd versprochen, ihn zu begleiten, wenn er da mitmacht und kurz darauf waren wir beide gemeldet. Um 8:48 fiel der Startschuss und wir trabten los. Die ersten drei Kilometer ließen sich gemütlich an, aber der vierte ging steil bergauf. Nachdem wir den geschafft hatten, begannen wir, den Lauf zu genießen. Bei angenehmen Temperaturen liefen wir auf weichen, leicht welligen Wegen durch den Wald. Immer wieder gaben die Bäume den Blick frei auf eine idyllische sommergrüne Hügellandschaft. Schließlich ging es aus dem Wald hinaus, über Wirtschaftswege zurück nach Herbolzheim und in die zweite Runde. Bernd hörte ungefähr bei Kilometer 12 mit dem Genießen auf. Zum Glück überholten wir bald danach seine Frau, die zum 10km-walking angetreten war und Bernd musste Fitness und Wohlbefinden vortäuschen. Am Ende liefen wir nach 2:04:35 gemeinsam durch’s Ziel. Bernd war angemessen stolz auf sich, und ich auch auf ihn. Er ist den ganzen Lauf oberhalb seiner Komfortzone geblieben, aber trotzdem kontrolliert und gleichmäßig gelaufen. Als nächstes muss ich ihn zu einem flachen HM in 1:55 motivieren… Morgen kann ich ihm dann beichten, dass ich den Lauf nicht ganz so locker weggesteckt und auch einen schönen Muskelkater abbekommen habe.

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