Erstes Video aus dem TL

Die Videos vom Radeln müssen noch geschnitten werden. Hier ist mal eines vom Schwimmen.

Gefilmt wurde das Ganze übrigens in dieser Aufmachung:

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Bin im Trainingslager

Schöne Grüße aus Fuerteventura!

Sobald ich wieder Zeit und Bandbreite habe, berichte ich detailliert.

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Vorfreude und Chaos

Am Donnerstag fliegen wir nach Fuerteventura. Ich bin mit den Vorbereitungen mal wieder heftig beschäftigt. Gerade habe ich Klamotten anprobiert. Gestern haben wir uns die DVD mit den “Incredibles” reingezogen, auf der genüsslich vorgeführt wird, wie lächerlich ein Mittfünfziger aussieht, der in seinen Strampelanzug nicht mehr so reinpasst wie ehedem. Neben der Spandex-Sammlung will auch die stetig wachsende Zahl der Elektronikspielzeuge sortiert werden, jedes mit seinem Lade- und Datenkabel, nicht zu vergessen die Halterungen, um alles ans Leihrad nageln zu können. Wenn alles gut geht, präsentiere ich hier über die nächsten Wochen reichhaltiges Dokumentarmaterial.

Hasta la vista!

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Eine Winterbasiswoche oder zwei

Nach dem Dirty Race ging es weiter mit dröger Basisarbeit. Pro Woche waren drei Lauftage angesetzt, mit der Abfolge 20-7-16 und  über vier Kalendertage verteilt. Dazu Montags Schwimmen und Sonntags Rolle. Insgesamt ist das nicht allzuviel, über fünf Wochen summiert sich dann aber doch einiges auf. Der größten Kälte bin ich zum Glück entkommen. Als es hier gegen minus 20° ging, war ich drei Tage in England, wo mollige 2 Plusgrade herrschten. Wir waren wieder im Chequers Inn untergebracht. Dieses Mal bestand ich aber auf einem Zimmer mit Dusche, um die Abenteuer vom letzten Mal zu vermeiden. Montag abend drehte ich eine Runde bei plus 2° im dichten Nebel. Ich hatte anfangs Bedenken wegen des Schneematsches, aber letztendlich kam ich gut durch. Nur war auf dem Rückweg der Nebel dermaßen dicht, dass ich vom diffus reflektierten Strahl der eigenen Stirnlampe geblendet wurde. Am Ende nahm ich die Lampe in die Hand, um überhaupt noch was zu sehen. Das war dann ein ziemliches Gefussel, weil ich in der anderen Hand den Fotoapparat hielt, denn ich völlig nutzlos mitgeschleppt hatte. Am Dienstag ließ ich die Kamera im Hotel und habe so fantastische Aufnahmen vom rostroten Vollmond am sternenklaren Himmel verpasst. Den nächsten Fehler machte ich nach dem Lauf. Ich war zwar perfekt fürs Laufen bei -1° angezogen und konnte mit etwas Reißverschlussgymnastik den Unterschied zwischen Rücken- und Gegenwind einwandfrei kompensieren. Sobald ich aber anhielt und nach drinnen ging, brach der Schweiß aus allen Poren. Bis ich im Zimmer war, waren alle drei Lagen Klamotten durchgesuppt. Weil wir am Mittwoch zurückfahren sollten, trocknete ich die Kleider auf der Heizung. Nach dem Abendessen konnte man das winzige Zimmer nur noch mit Gasmaske betreten :-(

Mittwoch flogen wir zurück und um 23 Uhr hatte ich keine Lust mehr zum Laufen, es gab also einen Ruhetag. Damit blieben Donnerstag oder Freitag für einen weiteren Lauf, aber Freitag steht wieder eine Geschäftsreise an. So blieb mir heute nichts anderes übrig, als mit dem Laptop unterm Arm die 2,5 km in die Firma zu joggen. Abends lief ich wieder 15 km nach hause, ohne Rechner und bei -5°. Diesmal war es hell genug, um mit dem Telefon ein brauchbares Foto an der Poppenweiler Schleuse zu schießen:

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Dirty Race Splitter

Noch eine Randgeschichte vom DR:

Am Bike-check-in waren einige Leute mal wieder tierisch im Stress. Während ein Teilnehmer das Thema “offene Lenkerenden” mit Weinkorken erledigte, warf der nächste der Karin Angela (gemeint ist die Kampfrichterin namens Angela. Die Abkürzung hätte ich mir sparen können, das wird länger, als “Kampfrichter” auszuschreiben. Damit das nächstes Mal geschmeidiger klappt, merkt Euch: Kari steht für Kampfrichter, Karin ist die weibliche Form davon. Das müsste streng genommen Kariin heißen, aber das sieht mir zu finnisch aus, und finnisch kann ich nicht.) sein Rad vor die Füße. Er besann sich dann doch eines Besseren und lehnte sein Rad an den Zaun, bevor er in hocherregtem Zustand davonschoss, um irgendwas zu suchen, eventuell die verlorene Beherrschung. Ich tat inzwischen das, was ich am besten kann und am liebsten tue, nämlich erst mal nichts und stand dekorativ in der Gegend rum. Prompt stürzte auch schon der nächste Hektiker auf mich zu und schrie mich an: “He Kari, tu was!” Ich sprach beruhigend auf ihn ein und erklärte ihm, dass ich mit dieser Angelegenheit nichts zu tun hätte. Hilflos flehte er mich an, ihm den Weg zum nächsten Kari zu weisen. Ich deutete gelassen auf die warngelbe Funktionsjacke hinter ihm, auf der in Riesenlettern “BWTV Kampfrichter” stand und brachte einen meiner Lieblingssprüche an: “Nur wo Kampfrichter drauf steht, ist auch Kampfrichter drin!”

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Dirty Race – die Bewertung

Die Bewertung des Dirty Race geht kurz und knackig:

Ich bin tough enough!
(Steht auf meinem Finisher-Shirt).

Aber so hatte ich das eigentlich nicht gemeint. Eigentlich will ich hier die Frage beantworten, ob man die Teilnahme an dieser Veranstaltung empfehlen kann. Quick and dirty: Ja, kann man vorbehaltlos empfehlen - aber nicht jedem :-)

Mit seinen 200 Teilnehmern ist das DR eine überschaubare, familiäre Veranstaltung. Am aktuellen Austragungsort sehe ich auch keine Möglichkeit für eine Ausweitung des Feldes. Naturgemäß gibt es hier nicht den Event-Zirkus wie bei größeren Wettkämpfen mit vierstelligen Teilnehmerzahlen. Die Organisation läuft aber einwandfrei, dank einem ebenso begeisterten wie routinierten Team mit jahrelanger Erfahrung.

Das DR unterscheidet sich auch von Extremveranstaltungen im Stil eines strongmanrun oder Wildsau Dirt Run. Es gibt keine künstlich angelegten, spektakulären Hindernisse wie Wassergräben oder Kriechtunnel.

Was gibt es stattdessen? Eine Laufstrecke auf befestigten, zu ca. 75% asphaltierten Wegen mit einigen Höhenmetern. Die Radstrecke hat auch reichlich Asphalt, darauf einen steilen Anstieg und eine lange Abfahrt. Dazwischen Wirtschaftswege, meist Traktorspuren mit Grasbewuchs. Diese Wege werden bei entsprechendem Wetter schön schlammig. Gegen Ende der Runde erwartet die Radler eine Wiesenabfahrt, die man ganz nach Gusto mit krampfhaft angezogenen oder lässig offenen Bremsen hinunter kommt. Die Herausforderung liegt im Termin, Ende Januar, und der daraus folgenden Unsicherheit über das Wetter. Bei Kälte und Trockenheit fährt sich der Radpart fast wie ein Straßenrennen, in anderen Jahren gibt es Tiefschnee, Glatteis, oder heuer Schlamm. Auf jeden Fall sollte man ein entspanntes Verhältnis zu niedrigen Temperaturen haben. Wenn es beim DR mal mollig warm wäre, würde ich erst mal bei der EnBW anrufen und mich nach der Lage in Neckarwestheim erkundigen ;-) Richtig schön warm ist es unter der Dusche: bei dem überschaubaren Teilnehmerfeld ist genug warmes Wasser für alle da.

Zusammengefasst ist das DR eine kultige Veranstaltung in familiärem Rahmen, mit einem Hauch von Exotik. Es gibt den TeinehmerInnen einen touch von Härte ohne Masochismus. Es ist ein Farbtupfer in der wettkampflosen Winterpause und ein Anreiz, nach den Feiertagen wieder in die Puschen zu kommen (den Sylvesterlauf schafft man ja noch mit der Restform aus der Saison davor). Das hat sich so weit herumgesprochen, dass auch internationale Stars in Bietigheim antreten. 2010 und 2011 zum Beispiel konnte man sich mit Normann Stadler messen.

Zum Schluss wie immer der Hinweis an den Veranstalter, was man im Idealfall noch besser machen könnte: ääähhh. Da fällt mir grad nix ein :-(

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Dirty Race – Nachtrag

In der Galerie der Marbacher Zeitung habe ich noch ein schönes Foto von mir gefunden.

Der Fotograf Michael Raubold hat es geschossen und mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

Gut zu sehen ist die Gopro Hero, mit der ich das Video aufgenommen habe. Beim Schneiden desselben ist mir aufgefallen, dass ich ständig die gleichen Leute um mich herum hatte. Insbesondere ein Kollege in gelber Jacke mit Drei-Speichen-Rädern ist in beiden Runden prominent an gleicher Stelle zu sehen. Ganz zu schweigen von dem Radler in schwarz-weiß mit den Bergstiefeln, der auf dem Foto noch hinter mir fährt…

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